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KI-Video für Reels, TikTok und Shorts: Leitfaden zum Hochformat
Bei kurzen Videos entscheiden die erste Sekunde, das Hochformat und ein sauberes Tempo über alles. Wir erklären 9:16, Länge und Tempo, den Hook, sichere Bereiche und die Regeln zur KI-Kennzeichnung.
Zling AI Team7 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Bei KI-Videos für Reels, TikTok und Shorts stechen drei Dinge hervor: das vertikale Bildformat (9:16), ein Hook in der ersten Sekunde und ein kurzes, straffes Tempo. Den drei Plattformen gemeinsam ist, dass sie vertikale Videos bevorzugen, die den Handybildschirm füllen; die detaillierten Regeln zu Länge, Format und Kennzeichnung unterscheiden sich von Plattform zu Plattform und werden laufend aktualisiert. Dieser Artikel beschreibt eine gemeinsame Produktionsmethode, gibt die YouTube-Shorts-Regeln wieder, die wir offiziell überprüfen konnten, und empfiehlt für die übrigen Plattformen die aktuellen Hilfeseiten.
Welches Format wird für vertikale Videos verwendet?
Das Standardformat für vertikale Kurzvideos ist 9:16, ein Bildausschnitt, der den Handybildschirm von oben bis unten füllt. Die Shorts-Hilfeseite von YouTube nennt, dass vertikale Videos als Shorts hochgeladen werden können und die höchste Upload-Auflösung 1080p beträgt. Auf der Seite wird kein bestimmtes Seitenverhältnis genannt; dort steht nur „vertikales Video“. Wähle deshalb 9:16 als Produktionsziel, prüfe aber auf der Hilfeseite der Plattform, auf die du hochlädst, die aktuellen Regeln zu Format und Auflösung.
Ein 9:16-Ergebnis erhältst du in einem KI-Tool auf zwei Wegen: Du wählst 9:16 in der Formatoption des Tools oder erzeugst das Startbild gleich vertikal. Die Gemini-Dokumentation von Google listet 9:16 als eines der unterstützten Formate für Bildmodelle. Ein nachträglich auf Hochformat zugeschnittenes Querformat-Video schneidet Elemente an den Seiten ab; am besten gestaltest du von Anfang an im Hochformat.
Wie stellst du Länge und Tempo ein?
Laut der Hilfeseite von YouTube können Shorts, die mit der Mehrsegment-Kamera aufgenommen wurden, bis zu 3 Minuten lang sein. Auf kurzen Videoplattformen ist Länge aber kein Ziel; das Ziel ist, die Zuschauer bis zum Ende zu halten. Die Längenbegrenzungen für Instagram und TikTok unterscheiden sich und ändern sich mit der Zeit; prüfe die aktuelle Grenze auf der Hilfeseite jeder Plattform.
KI-Videomodelle erzeugen ebenfalls kurze Clips (in der Regel von wenigen Sekunden bis zu einigen Dutzend Sekunden; die Grenzen hängen vom Modell ab). Das passt gut zu kurzen Videos: ein Clip, eine Idee. Ein 15 bis 30 Sekunden langes Video baust du, indem du mehrere KI-Clips zusammensetzt:
- Hook (0-2 Sek.): Ein einzelnes Bild oder ein Satz, der Aufmerksamkeit erregt.
- Entwicklung (2-20 Sek.): Drei oder vier kurze Clips; jeder mit einer Idee.
- Schluss (letzte 2-3 Sek.): Ein klares Ende; eine Frage, ein Ergebnis oder ein Aufruf zum Folgen.
Tempo-Regel: Der Zuschauer soll alle 2 bis 4 Sekunden etwas Neues sehen. Wenn dasselbe Bild lange gezeigt wird, wischt er weiter. Da KI-Clips kurz sind, entsteht dieser Rhythmus von selbst.
Wie erregst du in der ersten Sekunde Aufmerksamkeit?
Bei kurzen Videos ist der Hook wichtiger als der Rest des Videos. Hooks, die mit KI gut funktionieren:
- Ein unerwartetes Bild: Eine Szene, die normalerweise nicht vorkommen würde (aber stelle sie nicht als echt dar).
- Eine offene Frage: „Wie habe ich diesen Raum in 30 Sekunden verwandelt?“
- Erst das Ergebnis: Zeig zuerst das fertige Ergebnis, dann, wie es entstanden ist.
- Starke Bewegung: Ein langsames Heranfahren oder ein schneller Übergang.
Vertical 9:16 shot. A tiny model city on a table suddenly comes to life: tiny cars drive along the streets, lights switch on, soft morning light. Slow push-in toward the center. Playful, bright, shallow depth of field.
Das beste Bild für einen Hook ist meist das schlichteste: ein Motiv, eine klare Bewegung, ein sauberer Hintergrund.
Wie denkst du über Untertitel und sichere Bereiche nach?
Die Oberfläche der Plattformen (Benutzername, Beschreibung, Schaltflächen) legt sich über die Ränder des Videos. Wenn du Text oder ein wichtiges Objekt nahe an den Rand setzt, kann es verdeckt werden. Die Plattformen veröffentlichen für diese Bereiche möglicherweise offizielle Maße; wir nennen hier keine Zahlen. Praktischer Ansatz:
- Halte Text und Hauptmotiv nahe der Bildmitte; lass den unteren und den rechten Rand frei.
- Sieh dir das Video vor dem Hochladen auf deinem eigenen Handy an; prüfe, welche Bereiche die Oberfläche verdeckt.
- Halte Untertitel kurz: eine Idee pro Zeile; ausreichend Kontrast zum Hintergrund.
- Brenne Text für Zuschauer ohne Ton in das Video ein; bei Videos mit Ton sollen die Untertitel dort stehen, wo die Oberfläche Platz lässt.
Text nicht von der KI erzeugen zu lassen, sondern nachträglich in einer Schnitt-App einzufügen, ist deutlich sicherer; Modelle können Text während der Bewegung verzerren.
Wie erzeugst du KI-Video fürs Hochformat?
- Verdichte die Idee auf einen Satz: Was soll das Video zeigen?
- Schreibe fünf oder sechs kurze Einstellungen: Jede mit einer Bewegung, einer Kamerabewegung.
- Erzeuge ein vertikales Startbild: ein 9:16-Bild mit konsistentem Motiv und Licht.
- Erzeuge jede Einstellung als kurzen Clip: Verwende dieselben Sätze, die dasselbe Motiv und denselben Stil beschreiben.
- Füge sie zusammen: Ordne sie in einer Schnitt-App an und füge Text und Musik hinzu.
- Prüfe die Ergebnisse: Sind Gesichter, Hände oder Text verzerrt?
Vertical 9:16, close-up of hands pouring coffee into a white cup on a wooden table, steam rising, warm window light from the left, slow push-in, shallow depth of field.
Musst du KI-Inhalte kennzeichnen?
Die meisten Plattformen haben eine Offenlegungspflicht für KI-Inhalte; die Regeln unterscheiden sich und können sich ändern. Das Beispiel, das wir offiziell überprüfen konnten, ist die Hilfeseite von YouTube zu „altered or synthetic content“. Laut dieser Seite müssen folgende realistisch wirkende Inhalte offengelegt werden: Inhalte, die eine echte Person etwas tun oder sagen lassen, das sie nicht getan oder gesagt hat, Inhalte, die ein echtes Ereignis oder einen echten Ort verändern, und Inhalte, die eine realistische Szene erzeugen, die sich nie ereignet hat. Die Seite nimmt nicht realistische Inhalte (fiktiv, Animation), kleine ästhetische Bearbeitungen wie Farbe, Licht, Untertitel oder Schärfung sowie Produktionshilfen wie die Erstellung von Ideen oder Skripten von der Offenlegung aus. Die Offenlegung erfolgt in YouTube Studio beim Hochladen über das Feld „AI use“. Die Seite weist außerdem darauf hin, dass wiederholtes Umgehen der Offenlegung zu Folgen wie Kennzeichnungen, Entfernung des Inhalts oder Ausschluss aus dem Partnerprogramm führen kann.
Die offiziellen Hilfeseiten für Instagram und TikTok können wir hier nicht zitieren; lies vor dem Hochladen die KI-Regeln dieser Plattformen. Allgemeine Praxis: Kennzeichne KI-Videos klar, die realistisch wirken und ein echtes Ereignis, eine Person oder einen Ort falsch darstellen könnten. Fiktive, zeichentrickartige oder offensichtlich künstliche Videos bergen ein geringes Täuschungsrisiko, aber eine Kennzeichnung ist trotzdem eine gute Gewohnheit.
Beispiel: So baust du ein 20-Sekunden-Video
Stell dir die Eröffnungsankündigung eines kleinen Cafés vor. Fünf kurze Clips reichen:
- 0-2 Sek., Hook: Eine geschlossene Cafétür öffnet sich, warmes Licht strömt von innen heraus.
- 2-6 Sek.: Nahaufnahme eines Baristas, der Kaffee in eine Tasse gießt.
- 6-10 Sek.: Langsamer Schwenk über die Kuchenvitrine auf der Theke.
- 10-15 Sek.: Ein Gast am Fenster, eine dampfende Tasse.
- 15-20 Sek., Schluss: Das Schild und ein freier Bereich; Text und Adresse werden im Schnitt ergänzt.
Erzeuge die fünf Clips mit denselben Sätzen zu Licht, Farbe und Stil, damit sie zusammen wie ein einziges Video wirken. Wenn du einen realen Ort und ein reales Eröffnungsdatum bewirbst, vermische KI-Szenen nicht mit dem realen Ort: Verspricht das Video einen Innenraum, den es in Wirklichkeit nicht gibt, ist das irreführend.
Schritt-für-Schritt-Checkliste
- Peile 9:16 im Hochformat an; prüfe die aktuellen Regeln der Plattform.
- Baue in den ersten zwei Sekunden einen einzigen, klaren Hook auf.
- Baue das Video aus 3 bis 5 kurzen Clips auf; jeder Clip eine Idee.
- Füge Text und Musik nachträglich im Schnitt hinzu.
- Halte wichtige Elemente nahe der Mitte; sieh dir das Video auf dem Handy an.
- Achte auf Verzerrungen bei Gesichtern, Händen und Text.
- Lies die KI-Offenlegungsregel der Plattform und kennzeichne das Video bei Bedarf.
Häufige Fehler
- Einen Querformat-Clip ins Hochformat zuschneiden: Elemente an den Seiten werden abgeschnitten.
- Ein langsamer Einstieg: Die erste Sekunde für ein Logo oder eine leere Szene verschwenden.
- Lange Clips: Sinkt das Tempo, wischen Zuschauer weiter.
- Text an den Rand setzen: Die Oberfläche verdeckt ihn.
- Text von der KI erzeugen lassen: Buchstaben können sich verzerren; füge Text im Schnitt hinzu.
- Die Kennzeichnung vergessen: Realistische KI-Inhalte nicht offenzulegen kann gegen die Regeln verstoßen.
Zusammenfassung
- Peile 9:16 im Hochformat an; prüfe Format- und Längenregeln auf der Hilfeseite der Plattform.
- Laut YouTube sind Shorts vertikal, können mit höchstens 1080p hochgeladen werden und mit der Mehrsegment-Kamera bis zu 3 Minuten lang sein.
- Ein Hook in den ersten zwei Sekunden, alle 2 bis 4 Sekunden etwas Neues.
- Baue das Video aus kurzen KI-Clips auf; füge Text und Musik nachträglich hinzu.
- Halte wichtige Elemente nahe der Mitte und sieh dir das Video auf dem Handy an; kennzeichne realistische KI-Inhalte nach der Plattformregel.
Häufige Fragen
Welches Format wird für Reels, TikTok und Shorts verwendet?
Für vertikale Kurzvideos ist der Standard 9:16. Die Shorts-Hilfeseite von YouTube sagt, dass vertikale Videos als Shorts hochgeladen werden können, nennt aber kein bestimmtes Seitenverhältnis. Für Instagram und TikTok prüfe die aktuellen Regeln auf den Hilfeseiten der Plattformen.
Wie lang sollte ein Kurzvideo sein?
Laut der Hilfeseite von YouTube können Shorts, die mit der Mehrsegment-Kamera aufgenommen wurden, bis zu 3 Minuten lang sein. Das Ziel ist aber, die Zuschauer zu halten: 15 bis 30 Sekunden und alle 2 bis 4 Sekunden etwas Neues sind ein guter Anfang.
Muss ich mein KI-Video kennzeichnen?
Das hängt von der Plattform ab. YouTube verlangt für Inhalte, die Aufnahmen eines echten Ereignisses oder Ortes verändern oder eine realistische Szene erzeugen, eine Angabe im Feld „AI use“ in YouTube Studio; kleine ästhetische Bearbeitungen und Produktionshilfen sind ausgenommen. Die Regeln anderer Plattformen findest du auf deren Hilfeseiten.
Soll ich Text im KI-Video erzeugen?
Besser nicht. Modelle können Buchstaben während der Bewegung verzerren; Text nachträglich in einer Schnitt-App hinzuzufügen ist sicherer. Halte den Text nahe der Mitte, damit ihn die Oberfläche nicht verdeckt.
Kann ich ein Querformat-Video ins Hochformat umwandeln?
Du kannst es zuschneiden, dabei werden aber die Elemente an den Seiten abgeschnitten. Am besten erzeugst du von Anfang an 9:16: Nutze die Formatoption des Tools oder erstelle ein vertikales Startbild.
Quellen
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